Berlin: Kindesmissbrauch mit Ansage

In einer Kita lädt man Fremde ein, mit den Kindern dort zu kuscheln. Kann man machen … wenn man irgendwie …

Klassische Erziehungskonzepte sind, na ja, klassisch, und deshalb per Definition nicht modern. Weil man aber modern gut findet und deshalb modern sein will, greift man auch in Kindergärten, Neudeutsch Kindertagesstätten, auf alternative Konzepte zurück. Original Play zum Beispiel.

Na ja, ganz neu ist das Konzept nicht, sondern von einem O. Fred Donaldson schon vor gut 40 Jahren in die Welt gesetzt. Also zu einem Zeitraum, in dem nur Gutes entstanden ist – solange man links denkt. Und Original Play klingt ja auch gut. „Original Play ist die Kunst, Liebe zu schenken und Liebe zu empfangen.“, zitiert die österreichische Stiftung Donaldson. Und Frieden bringt Original Play natürlich auch. Doch wie bringt man Liebe und Frieden? Durch Umarmungen, Toben, Spielen, körperlichen Kontakt.

Ahnen wir, wohin die Reise geht? Was der RBB hier berichtet, lässt einen nur schockiert zurück:

„Original Play“ in der Kritik – Verdacht auf Kindesmissbrauch in Berliner Kita

In einer Kita in Trägerschaft der Evangelischen Kirche wendete man Original Play an, praktisch jeder konnte sich bewerben und so hat es wohl auch Pädophile gegeben. In dem RBB-Bericht ist gar von einer analen Vergewaltigung die Rede.

Man hätte in Berlin natürlich gewarnt sein können, nach ähnlichen Vorfällen untersagte der linke Senat in Hamburg das Konzept. In Bayern ist es ebenfalls schlicht und einfach verboten.

In Berlin scheint man nicht soweit zu sein, die Staatsanwaltschaft stellte das Verfahren ein, sah es nicht mal als notwendig an mit den Kindern zu sprechen. Die Trägerin des Kita beruft sich natürlich auf diese Einstellung, vorsorglich hat man die Verantwortlichen Erzieher aber versetzt. (Also nicht gefeuert oder so.) Wobei die Verantwortlichen jetzt zumindest einsehen, dass man vielleicht ein polizeiliches Führungszeugnis hätte verlangen können, würde man heute auf jeden Fall tun. Auf die direkte Nachfrage der Reporterin erwidert Ulrike Trautwein, Generalsuperindentantin der Evangelischen, allerdings: „Den Kindern ist nichts passiert.“

Schreibe einen Kommentar