Der Konservative — Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

KategorieKultur

Musik-Tipp: Meiko Kaji

Ohne Quentin Tarantino würde im Westen kaum einer je von Meiko Kaji gehört haben. Die Japanerin war in den 1970ern eine der ganz großen Schauspielerinnen im Exploitation-Filmgenre. Und mehr als nebenbei war sie auch eine begnadete Sängerin:

„Urami Bushi“ von Meiko Kaji

Grado in 12 Bildern

Grados Geschichte ist lang, sie geht bis ins 2. Jahrhundert vor Christus zurück, als die Stadt als Seehafen von Aquileia gegründet wurde. Was folgte war eine wechselhafte Geschichte. 500 Jahre residierte ein eigener Patriarch an dem Küstenort, bis Grado endgültig zu Venedig kam. 1815 wurde es Teil Österreich-Ungarns, 100 Jahre später Italien zugeschlagen.

Badegäste spielten schon zu k.u.k.-Zeiten eine Rolle, nach den 1920ern verstärkte sich der Tourismus, wurde dann aber vom 2. Weltkrieg unterbrochen. Ab den 1960ern kamen die Touristen zurück. Noch heute ist der Tourismus eine große Einnahmequelle, wenn man auch freilich beim Schlendern durch die Straßen den Eindruck hat, diese Blütezeit ist lange vorbei. Bedauerlicherweise … denn noch heute ist Grado einer der schönsten Orte an der italienischen Adria.

Mediathek-Tipp: Abenteuer Armenien

Ein kleines Land mit langer Geschichte, stellt die Dokumentation Abenteuer Armenien vor. Die Filmemacher begleiten mehrere Armenier bei ihrem Alltagsleben, den Steinmetz, der traditionelle armenische Kreuze herstellt, ebenso, wie zwei junge Astrophysikerinnen, die in einem großen Observatorium arbeiten, das noch zu Sowjetzeiten gebaut wurde. Die atemberaubende Landschaft Armeniens lernt man in Begleitung zweier Ranger kennen, und einer Hirtenfamilie … für gut 45 Minuten entführt dieser Film in eine fremde Welt, um mit einer Aussicht auf den heiligen Berg der Armenier, den Ararat zu enden, der nicht mehr in Armenien liegt.


Abenteuer Armenien noch bis zum 22. August 2020 in der ARD Mediathek abrufbar

Mediathek-Tipp: Wildes Frankreich

Es müssen nicht immer Pinguine sein, die im Mittelpunkt atemberaubender Tierdokumentationen stehen. Die knapp 90 minütige Doku Wildes Frankreich bereist einmal komplett unseren Nachbarn, von den Pyrenäen zu den Alpen, von Atlantik zum Mittelmeer – und natürlich darf der Abstecher nach Korsika nicht fehlen. Dabei wird das Bild einer bedrohten, aber dennoch lebendigen Tierwelt gezeichnet, wie sie teils schon seit Jahrhunderten Landschaft und auch den Menschen prägt. Hier und da in der Betextung ein wenig infantil, sind es aber vor allem die Kameraeinstellungen, die den Zuschauer das Gefühl vermitteln nicht nur zu beobachten, sondern im Geschehen selbst zu sein.


Wildes Frankreich – ARD Mediathek bis zum 29. August 2019 abrufbar

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Das die Neue Rechte wenig mit Nazinostalgie zu tun hat, geben die Autoren eines neuen Buches zwar zu Protokoll, ohne sich doch recht an ihre eigenen Worte halten zu wollen. Und auch ansonsten scheint bei ihrer Recherche der Grundsatz zu gelten, rechts ist, was nicht auf unserer Seite steht. … zum Artikel