Für Verein und Vaterland …

Hansa Rostock-Fans haben beim DFB-Pokalspiel einen auf Provokateur gemacht, zugegeben, anstrengen, mussten sie sich nicht.

Frakturschrift, das kennt man heute ja nicht mehr … also, es sei denn man hat den Abstieg der Frankfurter Allgemeinen Zeitung nicht bemerkt, und hält ihr dennoch die Treue. Aber mal ehrlich, wer kann heute Fraktur noch schreiben, ich bin ja schon froh, sie ungebrochen lesen zu können.

Wenn heute jemand Frakturschrift verwendet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass er dem rechten Rand zuneigt recht hoch, die Wahrscheinlichkeit, dass er keine Ahnung von Geschichte hat jedoch, liegt bei 100 %. Denn hier kommt einer meiner Lieblings-Funfacts der Geschichte:

Auch als Deutsche Schrift bezeichnet, verwendeten die Nationalsozialisten natürlich ebenfalls die Frakturschrift, statt die inzwischen weltweit gebräuchliche Antiquaschrift. Wie beinahe jeder in Deutschland … bis man im Jahr 1941 die Frakturschrift abschaffte. Yep, die Nazis haben die Nazischrift abgeschafft, was sich aber weder bei den Rechten, noch bei den Linken bis jetzt herumgesprochen hat.

… und wenn wir ehrlich sind, gut, dass man sie in der Bundesrepublik nicht wieder angeschafft hat, oder?

Aber unter uns, was ich am obigen Bild traurig finde, ist wohl die Tatsache, dass dahinter wirklich eine weit am rechten Rand grasende Fangruppe steckt. Das an sich ist schon traurig. Aber das nur noch solche Leute sich trauen das Wort „Vaterland“ in den Mund zu nehmen und Schwarz-Rot-Gold samt Bundesadler zeigen, stimmt mich noch trauriger.

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