Die Wiener Polizei – Folterknechte oder doch Lebensretter?

Wenn die Worte „Video“ und „Österreich“ in einem Satz genannt werden – schwant einem schon böses, oder?

Diesmal jedoch betrifft das Video nicht die österreichische Politik, sondern die Wiener Polizei. Es machte bereits bei Twitter die Runde, aber auch Spiegel & Co. haben es längst aufgegriffen. Denn scheinbar zeigt es einen Skandal!

Worum geht es? Um jenes Video hier:

Die entscheidende Szene spielt sich zu Beginn ab. Zwei Beamte der Wiener Polizei ringen einen Demonstranten nieder, um ihn zu fixieren und mit Handschellen zu fesseln. Dabei gerät der Kopf des Demonstranten unter den Polizeiwagen, der kurz darauf losfährt.

Der junge Mann überlebt natürlich …

Kommen wir zur Videoanalyse: #Scheinhinrichtung

Yep, richtig gelesen. Die Wiener Polizei führt in aller Öffentlichkeit eine Scheinhinrichtung durch. Gefilmt durch das Handy eines Passanten, der nebenbei auch filmt, wie weitere Handys die Szenerie filmen. Es gibt Anklagen, die mehr über den Ankläger aussagen, als über den Beschuldigten. In diesem Fall lautet der einzige Informationsgehalt der Scheinhinrichtungstheorie, dass die Linken die Polizei in Sachen Intelligenzquotienten eher auf dem Level der Zimmertemperatur sehen.

Kommen wir also zu richtigen Videoanalyse: Zwei Beamte ringen einen Demonstranten nieder, der verständlicherweise etwas dagegen hat. Wer diese Szene mit deutschen Augen sieht, mag die Worte „übertriebene Härte“ auf den Lippen haben. Schließlich lautet die politische Weisung an die deutsche Polizei Deeskalation. Also, einen Stuhlkreis mit dem schwarzen Block bilden und die Sache wie vernünftige Erwachsene ausdiskutieren. Das man damit teilweise die Kontrolle über ganze Straßenzüge verliert, wie erinnern uns an den G20-Gipfel in Hamburg, hat man zwar gesehen, wurde aber – unter anderem auch vom damaligen Bürgermeister Olaf Scholz – von der Politik dann einfach irgendwas zwischen heruntergespielt oder geleugnet. Aber meinetwegen, die beiden Polizisten wenden übertriebene Härte an. Übertriebene Härte ist nun aber keine exakte Wissenschaft, man kann beispielsweise nicht auf den Zentimeter genau vorhersehen, wo der Demonstrant auf den Boden gedrückt wird. So landet der Kopf des Demonstranten unter dem Fahrzeug. Während die beiden Polizisten seine Arme nach oben reißen, um auf den Kollegen mit den Handschellen zu warten, fährt das Fahrzeug los. Nichts – außer linken Fantasien – deutet daraufhin, dass der Fahrer sich bewusst ist, oder gar eine Anweisung erhalten hat, loszufahren, während der Kopf des jungen Mannes sich gefährlich nahe an einem der Hinterreifen befindet. Die beiden Beamten dagegen reagieren geistesgegenwärtig und ziehen den jungen Mann aus der Gefahrenzone. Damit bewahren sie ihn vor üblen Verletzungen, vielleicht auch vor schlimmerem.

Soweit die Tatsachen, als „Wahrheit“ wird sich unterdessen, da bin ich relativ sicher, die Verschwörungstheorie der Scheinhinrichtung durchsetzen. Daran wird auch das Untersuchungsergebnis des Vorfalls nichts ändern, sollte man sich dort des öffentlichen Drucks erwehren und allein auf die Belege sehen, da die Untersuchung innerhalb der Wiener Polizei stattfinden wird. Mit anderen Worten, die können machen was sie wollen, so lange sie nicht in der linken „Wahrheit“ zustimmen, werden sie als Lügner abgestempelt und Krähen, die einer anderen Krähe kein Auge aushacken. Das Urteil ist längst gefällt …

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