Unterschreiben gegen den Gender-Unfug

Den Tag über war die Seite des Vereins deutscher Sprache nicht zu erreichen, jetzt kann man wieder die Petition gegen den Gender-Unfug unterschreiben.

>>> Schluss mit dem Gender-Unfug – Unterschriftsmöglichkeit <<<

Eigentlich spricht vieles eher dagegen, meine Unterschrift unter die Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“ des Vereins Deutsche Sprache zu setzen. Ich halte nicht besonders viel von solchen Petitionen. Sie sind allzu oft eine Ausrede, um nicht wirklich etwas gegen den Sachverhalt zu unternehmen, gegen den man unterschreibt. Oft scheint die Meinung vorzuherrschen, man habe mit seiner Unterschrift schon genug getan und die Angelegenheit sei damit erledigt. Nun ist sie das in den meisten Fällen allerdings nicht.

Und auch den Verein Deutsche Sprache sehe ich durchaus nicht unkritisch. Allzu oft zeigt sich, dass man dort nicht verstanden hat, dass eine Sprache lebendig ist. Neue Wörter entstehen oder werden aus anderen Sprachen übernommen, andere Wörter verschwinden. Manche Wörter werden wiederentdeckt, andere haben nur eine kurze Lebensdauer. Sprache ist im Fluss. Aber …

Die Lebendigkeit der Sprache rechtfertigt in keiner Weise sie zu gendern.

Ja, Sprache ist lebendig. Ihre Lebendigkeit verdankt sie aber jenen, die die Sprache sprechen. In Deutschland gibt es zusätzlich keine oberste Instanz, die bestimmt was wie gesprochen wird, wie etwa in Frankreich, sondern drei unabhängige Institutionen müssen sich sozusagen einigen. Das ist eine Art Sicherheitssystem, die es zumindest erschweren soll, Sprache als Waffe zu missbrauchen. Eine Lehre aus der Zeit in der Goebbels Propagandaministerium auch über die Macht der Sprache das Volk kontrollieren konnte. Es war kein Zufall, dass in der DDR weiter der Staat über die Sprache bestimmte und etwa bei Begriffen mit Weihnachten, „Weihnachten-“ durch „Jahresendzeit-“ ersetzte. Und genau auf dieser Ebene befindet sich auch der gewaltsame Versuch die deutsche Sprache gendergerecht umzudefinieren.

Weder das Gender-*, noch das Binnen-I sind eine sprachliche Entwicklung, die durch die Menschen entstanden sind, die Deutsch als Mutter- oder Fremdsprache in ihrem Alltag nutzen. Sie sind das Konstrukt einer Ideologie, die durch Universitäten, weiten Teilen der Politik und vor allem einer links-grünen Elite von oben herab verpflichtend gemacht werden soll. Vertreter der Genderideologie verwenden in der Regel das Argument der lebendigen Sprache, wenn sie unter Rechtfertigungsdruck geraten, es passt aber nicht. Eine den Menschen von oben herab diktierte Änderung der Sprache, ist so ziemlich das genaue Gegenteil davon. Es ist das Wiederaufleben er Jahresendzeitdiktatur.

Die Petition „Schluss mit dem Gender-Unfug“ ist erwartungsgemäß auf Widerstand, Entsetzen und Häme gestoßen. Erst heute zumindest von der Springer-Presse erwähnt, lief die Petition des Vereins Deutscher Sprache unter dem Label „Sollte in den Mainstream-Medien erst gar nicht erwähnt werden“. In der Selbstgewissheit des Rechthabens waren es eher linke Medien wie die taz, die ungewollt dafür die Werbetrommel schlug. Bei Linken mit weniger Ausdauer in Sachen Worten, man findet sie z.B. auf Twitter, wird inzwischen fleißig die Nazi-Keule geschwungen. Gegen den Verein. Gegen die Unterzeichner. Gegen jene, die zur Unterzeichnung aufrufen. Es ist das alte Spiel der Linken, wer nicht für uns ist, ist ein Scheiß-Nazi! Bei der Süddeutschen drückt man es wieder verschwurbelter aus, wer diese Petition unterstütze, begebe sich „in den Dunstkreis der AfD“. Ja, auch die AfD und ihre Sympathisanten werden diese Petition zeichnen, dessen bin ich mir bewusst. Das ist mir aber egal. Eine Sache wird nicht falsch, wenn sie die AfD unterstützt. Und diese Sache ist aus sich selbst heraus eine wichtige Sache. Sie ist die erste Möglichkeit seit langem, auch mittels nackter Zahlen der links-grünen Herrscherkaste vor Augen zu führen, dass sie eben doch nur eine Gruppe sind, die ausschließlich für sich selbst spricht und nicht für die Bevölkerung. Deshalb, unterschreiben:

>>> Schluss mit dem Gender-Unfug – Unterschriftsmöglichkeit <<<

2 Kommentare zu „Unterschreiben gegen den Gender-Unfug

  1. Gender-Unfug, in der Tat.
    Lauter absolut dumme,
    linguistisch konfuse und dofe Sachen.
    Was die vermeintlich „korrektiven“ Typen
    alles anfangen, aufruehren,
    umkehren und verdrehen wollen,
    und dabei nichts als absoluten
    Unsinn und Bloedsinn machen…
    Man ist entweder ein er oder ein sie…
    auch wenn das willkuerlich manipuliert wird…
    vollkommen veraendern wird sich das nie,
    ganz egal was palavert, polemisiert, politisiert
    oder „populistisch“ geplappert wird.
    Man ist was und wer man ist.
    Man sei damit zufrieden…
    Die Natur oder eine Goettlichkeit
    hat es so entschieden…
    Wer das nicht einsehen kann…
    der wird zwar weiterhin
    meckern, maulen, johlen ud jaulen…
    und er kann es nicht aendern.
    So war’s, so ist’s, so wird es bleiben.

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