Der Konservative — Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

Vor 40 Jahren versank der Iran in Dunkelheit

Die Islamische Revolution von 1979 war etwas eigenartiges. Gewöhnlich morden Revolutionäre eher für progressive Ideologien.

Am 1. Februar 1979 kehrte Ajatollah Khomenei nach Teheran zurück, jubelnd empfangen von seinen Anhängern. Man mag Khomenei viel vorwerfen können, aber nicht, dass er vorher verschwieg, was er nachher tun wollte. Die Ankündigung „Ich werde der Regierung meine Faust ins Gesicht schlagen!“ gehörte noch zu jenen Versprechen, die vergleichsweise harmlos erschienen. Nicht unähnlich anderer Diktatoren oder Präsidenten, konnte niemand wirklich sagen, man hätte nicht gewusst, worauf man sich einlassen würde.

Kaum im Land, begann Khomenei sich an Werk zu machen, und umzusetzen, was er für sich als Islam definiert hatte. Er traf auf einen Iran, der seit Jahrzehnten Opfer sowjetischer und amerikanischer Einflussnahme war, regiert von einem Shah, der zwischen den beiden Großmächten auf der einen Seite, und Liberalen und Kommunisten auf der anderen Seite, sein Land zu regieren versuchte. Ein modernes Land, zum Leidwesen Khomenei’s, in der sich etwa Frauen frei entscheiden konnten, ob sie ein Kopftuch trugen oder nicht. In Städten wie Teheran taten dies die wenigsten von ihnen. Khomenei sprach von Menschenrechten, von kostenlosem Wasser und Strom – am 5. Februar begann das Blut in Strömen zu fließen. Wer nicht für ihn war, der wurde ermordet. Die Herrschaft der Revolutionsgarden begann. Zwei Wochen später war alles vorbei. Die Islamische Republik Iran wurde ausgerufen, noch heute eine Scheindemokratie unter der Herrschaft der Mullahs.

Shah Reza Pahlavi war geflohen. Unter der politisierten Jugend im Westen ohnehin ein Hassfigur, sahen nicht wenige von ihnen dies mit Genugtuung. Aber wer Schlächtern wie Mao oder dem Vietcong zu jubelt, dürfte auch mit einem Chomenei kein großen Anpassungsschwierigkeiten gehabt haben.

Der wiederum tat es den Sozialisten gleich und setzte zwei Monate später eine Volksabstimmung eine Volksabstimmung an, in der er – das Ergebnis bereits vorher festgelegt – die Islamische Republik „bestätigen“ lies. Der damalige deutsche Botschafter meldete nach Bonn:

„Am 1.4. mittags, einen Tag nach dem Referendum und noch bevor die Stimmen vollzählig ausgezählt waren, hat Khomeini von seiner Residenz in Qom aus die ‚Islamische Republik‘ ausgerufen. Das Innenministerium gibt heute als vorläufiges Wahlergebnis bekannt: Wahlberechtigte 18 Mio., Wahlbeteiligung 98 Prozent, davon Ja-Stimmen 97 Proz. Alle drei Zahlen sind mit Sicherheit falsch.“ –

Quelle: de.wikipedia.org

Seit dem kommt es im Iran immer wieder zu Wahlen, die trotz aller Eingriffe seitens des Regimes, den Willen des iranischen Volkes nach Freiheit widerspiegeln. Doch was nutzt ein Reformer als Präsident ohne Macht? Immer wieder demonstriert die Jugend offen für ihre Freiheit, immer wieder reißen sich die Frauen das Kopftuch herunter.

Der Iran selbst sieht sich inzwischen als großer Gegenspieler von Saudi Arabien und überzieht die Region mit Stellvertreterkriegen wie in Jemen, oder unterstützt islamistische Terrorgruppen.

Niemand wird ernstlich behaupten können, es sei etwas durch die Islamische Revolution besser geworden.

Die Welt ist gespalten. Europa will Geschäfte machen, als die Amerikaner zur Vernunft gekommen sind, und aus der Appeasementpolitik ausgestiegen sind, kam den Europäern nichts besseres in den Sinn, als Wege zu finden, ihre Unternehmen vor amerikanischen Sanktionen zu schützen. Wenn der Teufel zahlen kann, treibt man mit ihm Handel – ein bewährtes Motto europäischer Politik. Selbst als kürzlich ein iranischer Spion aufflog, der die Bundeswehr aushorchte, gab es kaum mehr als den minimalen diplomatischen Protest. Geld stinkt bekanntlich nicht, und es blutet offenbar genauso wenig.

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