Der Konservative — Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

CDU/CSU lassen die Schulen ergrünen

Ja, eine Sechs zu kriegen war Kacke … und a pros pro … Nein, lassen wir das Wortspiel mit Bezug auf die Toiletten.

Koalitionen waren schon immer so eine Sache. Helmut Schmidt etwa hat sie nie gemacht, weshalb er auch die Briten um ihr Mehrheitswahlrecht beneidete, bei dem eine Koalition die Außnahme ist, während sie hier die Regel ist. Aber zumindest ist Schmidt eine Koalition mit den Grünen erspart geblieben – obwohl, die FDP, na ja.

Die Grünen sind in gewisserweise auch deshalb die neue FDP, weil sie mit allen in die Kiste können. Was ja auch irgendwie dem total weltoffenen Motto dieser Partei entspricht. Sozis, Ex-Kommis, Christdemokraten – egal, nur her damit. In Hessen ist es eben die CDU, und von der wird ein Preis dafür verlangt, dass man ihr zur Macht verhilft. Das ist auch völlig legitim. Und zumindest völlig üblich scheint es dabei zu sein, diesen Preis nicht in einem Feld einzutreiben, in dem man sich einig ist, sondern dort, wo sich die Ansichten grundlegend widersprechen. In Hessen ist dies nun offenbar auch die Bildungspolitik, also da wo Grüne wirklich viel erreichen kaputt machen können.

Erinnerst du dich noch an dieses Gefühl, mit einer Sechs nach Hause gehen zu müssen? Es gab Schultage, die haben besser geeendet, um es mal vorsichtig auszudrücken. Noten haben den Vorteil etwa bei einem Test anhand einer erreichten Punktzahl, die wiederum darauf basiert wie viele Antworten richtig geben wurden, eine konkrete Bewertung abzugeben. Diese Bewertung hat ihre Nachteile. Sie ist eine Momentaufnahme. Zudem eine Momentaufnahme, die sogar von der Tageszeit abhängen kann. Prüfungen in der ersten Schulstunde sind für Schüler deren Biorythmus dem Nachtigal-Typus entspricht wissenschaftliche begründet ein Nachteil. An diesem Punkt könnte man zum Beispiel ansetzen. Was an Modellschulen in NRW auch aktuell getan wird. Dort wird der Schulunterricht so umgestaltet, das Schüler tatsächlich selbst entscheiden können, ob sie erst zur 2. Stunde zur Schule kommen – ohne deshalb weniger Unterricht zu haben.

In Hessen dachten sich die Grünen, das ist uns nicht waldorf-genug. Wenn wir die Schüler schon nicht zwingen können ihren Namen zu tanzen, dann schaffen wir wenigstens die Noten ab (siehe FAZ). Im Koalitionsvertrag von CDU und Grünen fällt das unter „pädagogisch neue Wege bei der Erreichung der Bildungsziele zu gehen“. Was daran aber neu sein soll, erschließt sich mir nicht ganz. Diese „neuen Wege“ gehen wir seit gut vier Jahrzehnten. Und was ist das Ergebnis? Studenten, die derart unselbstständig sind, das Universitäten Elterntage einführen, und Lehrherren, die darüber verzweifeln, dass ihre Azubis die die vier Grundrechenarten nicht beherrschen. Oder, wie mir ein Malermeister neulich erzählte, jeden Morgen daran erinnert werden müssen, Pinsel mit an ihren Arbeitsort zu nehmen.

Ich weiß nicht, wie man bei den Grünen Erfolg in der Bildungsarbeit messen möchte, aber seinen Namen tanzen zu können, ist meines Wissens nach nicht einmal beim Erotik-Versand Amorelie notwendig, die tanzen nur jeden Freitag ihre Produkt. Aber eigentlich wäre es nur konsequent, wenn man den Erfolg der Bildungspolitik überhaupt nicht bewertet, am Ende käme da auch nur eine Sechs raus. Und dann muss man mit diesem hoch toxischen Tipp-Ex am Ende noch die Ziffer 6 zumindest in eine 5 umwandeln.

Ganz ohne grünes Zutun werden im CSU-regierten Bayern inzwischen Grundschulen geplant, in denen es eine Toilette für das dritte Geschlecht gibt. Diese zusätzliche Toilette hat zwei große Funktionen. Zum einen ist es ein verstecktes Konjunkturprogramm für die deutsche Toilettenindustrie, und als solches ja durchaus etwas gutes. Zum anderen ist die Toilette für das dritte Geschlecht, bzw. jene, die sich weder als Mann, noch als Frau fühlen, so etwas wie ein Symbol. Feministinnen haben früher ihre BH’s verbrannt, LGBTler haben eine Toilette als ihr Symbol erkoren.

Nun muss man einwenden, es gibt rechlich gesehen dieses dritte Geschlecht. Man kann als Geschlecht ganz offiziell auch „Divers“ für sich wählen. Insofern wäre es folgerichtig in Grundschulen eine solche zusätzliche Toilette zu bauen … aber ist es altersgerecht. Machen sich Grundschüler in ihrem Alter tatsächlich darüber Gedanken. Psychologen sagen nein, Ideologen sagen ja, meinen aber, je früher man jemanden mit einer Ideologie in Berührung bringt, desto eher hat man ihn vereinnahmt.

Am Ende hat sich die Toilettenindustrie allerdings zu früh gefreut, denn eigentlich ist die Zielsetzung die Unisex-Toilette. Das ist in sich vollkommen logisch, denn jetzt gibt es ja Toiletten für Jungen, Mädchen und den Rest. Wer möchte schon gerne als „der Rest“ bezeichnet werden? In München, dem grün-roten Fleck in Bayern, der Heimat der besser verdienenden grünen Oberschicht, denkt man bereits in diese Richtung.

Hmm, zu meiner Schulzeit hätte ein Mädchen die Jungstoilette nur im äußersten Notfall aufgesucht. Und die Jungs, zumindest die dreckigen unter ihnen, haben sich in die Mädchentoilette geschlichen … allerdings weniger, um dort ortsübliche Dinge zu tun. Durch Unisex-Toiletten bliebe ihnen das künftig erspart.

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