Mich beunruhigt langsam Kardinal Marx

Als Reinhard Marx als Bischof nach München ging, war seine Wahl zum DBK-Vorsitzende sowas wie eine Formsache – und wohl auch ein Fehler.

Wir erinnern uns. Kardinal Marx, zusammen mit seinem evangelischen Kollegen besuchen in Jerusalem den Tempelberg. Und legen beide ihr Kreuz ab, weil man ja keine Muslime provozieren – beleidigen – was weiß ich – will. Sie tun es mit einer Selbstverständlichkeit, als wären und würden nicht unzählige Christen ihren Glauben buchstäblich mit dem Leben bezahlen.

Wir erinnern uns. Markus Söder verfügt in bayerischen Amtsstuben Kreuze aufhängen zu lassen. Zweifellos ein populistischer Akt, den man auch als solchen kritisieren kann. Kardinal Marx allerdings legt wieder eine befremdliche Selbstverständlichkeit an den Tag, mit der er Kreuze derart nicht in der Öffentlichkeit präsentiert sehen möchte.

Und wir lesen aktuell, Kardinal Marx hält von dem Begriff Christliches Abendland „überhaupt nichts“ (katholisch.de).

Also wenn wir schon modern sind, dann sollten wir für einen Bischof vielleicht auch so etwas wie eine Jobbeschreibung verfassen. Und in der sollte auch drinnen stehen, das ein Bischof sein, auch etwas mit Christ-sein zu tun hat. Ja, sogar, Christen als Hirte sozusagen in vorderster Front voranzugehen.

Sicher, Pegida hat den Begriff Christliches Abendland gekapert, das ist nicht schön, das ist sogar kacke. Aber was macht Kardinal Marx, wenn Lutz Bachmann morgen den Weltfrieden fordert? Sagt Kardinal Marx dann auch, Leute, den Weltfrieden, den sollten wir nicht vertreten?

Ganz ehrlich, ich bin beunruhigt, und zwar nicht, wie Marx über eine „weltweite Instrumentalisierung der Religion“ (katholisch.de), sondern über den Kardinal selbst. Der Mann scheint davon auszugehen, Vorsitzender der deutschen Sektion einer international tätigen NGO zu sein. Und zwar einer Wischiwaschi-NGO, die bloß nicht anecken will und Gut-Freund mit allein sein möchte. Und was mich wirklich beunruhigt ist, dass er das ja nicht tut, weil es irgendeine Verschwörung von Gutmenschen geben würde, sondern aus einer inneren Überzeugung heraus.

Nur nimmt es inzwischen Ausmaße an, das jeder weitere Schritt einer Schändung all jener Märtyrer der Kirche gleich kommt, denen sehr wohl bewusst war, für das das Kreuz steht. Die wussten und wissen, dass die Botschaft Christi zu verkünden, nicht immer leicht ist. Die wussten und wissen, dass die Botschaft Christi zu verkünden Standhaftigkeit im Glauben braucht. Die dort mit ihrem Blut gezeugt haben, wo Kardinal Marx sein Bischofskreuz abnimmt und in der Tasche verschwinden lässt.

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