Der Konservative — Konservatismus ist nicht ein Hängen an dem, was gestern war, sondern ein Leben aus dem, was immer gilt.

Kindesmissbrauch durch die 68er? Kein Kommentar!

Es ist angenehm ruhig geblieben, im Jubiläumsjahr 2018. Der Marsch durch die Institutionen hat die 68er müde gemacht – und vergesslich!

Es gehört zu den ikonischen Fotografien der 1968er, eigentlich der Bundesrepublik an sich, das Razzia-Foto der Kommune 1. Nachgestellt für die Illustrierte Stern steht eine Gruppe nackter Erwachsener mit dem Rücken zum Fotografen, den Händen an der Wand. Mit dabei auch ein kleiner Junge, nackt, in gleicher Pose. Kurz nach der Entstehung des Fotos wanderte das Kind von Kommune 1 in Kommune 2, wo man munter experimentierte – in Sachen sexueller Befreiung. Oder besser Kindesmissbrauch. In Kommune 2 wurden die Versuche schließlich irgendwann beendet. Man notierte, die Kinder würden selbst die Unmöglichkeit erkennen, „ihre genitalen Wünsche mit Erwachsenen zu befriedigen“ (Quelle). Was Kinder wohl so für „genitale Wünsche“ in den Köpfen der sexuellen Befreier haben? Man mag es sich nicht vorstellen.

Die sexuelle Befreiung der 1968er ist an sich natürlich reiner Bullshit. Es ging nicht um sexuelle Befreiung, sondern darum, dass der Mann mit jeder schlafen kann, mit der er schlafen will. Das umgekehrte Recht für die Frauen war nicht wirklich verbreitet, und auch so manches junges Ding hat ihre Beine weniger freiwillig, als aus politisch-sektiererischem Druck breit gemacht. Heute würden wir es wahrscheinlich Vergewaltigung nennen. Aber damals ging es den Männern ja nur um die Sache! Man wundert sich schon, mit welchem Heiligenschein auch heutige Feministinnen die Vergewaltigungen von damals verschweigen, und munter weiter das Märchen der sexuellen Befreiung verkünden. Auf der anderen Seite, schon damals predigten Frauen kräftig mit:

Aufgabe der Mutter und Bezugsperson sei es, dem sexuellen Bedürfnis des Kindes „Befriedigung und damit Lust und Freude zu verschaffen“. Diese Formel schrieb Monika Seifert, eine Ikone der 68er-Bewegung, in ein Manifest der Kinderschule Frankfurt. Das Papier strotzt nur so vor Lustgewinn und Liebesfähigkeit von Kleinkindern.

Quelle: welt.de

Bei einer Veranstaltung zum Jubiläum „50 Jahre Kinderladen“ im Oktober letzten Jahres fiel auch dieser Satz, der Reporter berichtet vom eisigen Schweigen des schlechten Gewissens im Publikum. Bis endlich jemand aufstand und feststellte, man dürfe solche Zitate heute nicht mehr vorlesen. Und überhaupt, Monika Seifert habe das ganz anders gemeint. Nein, hat sie nicht!

Sogenannte „Kinderläden“ waren für die 1968er pädagogische Versuchsanstalten, in denen man alles besser machen wollte, als in den Kindergärten der Republik. Sexuelle Erfahrungen inklusive. Im ganzen Land diskutierten die Eltern, die ihre Kinder dort hin brachten, wie man Kinder am besten helfen könne, ihre unausgesprochenen sexuellen Triebe zu befriedigen, oder sie ins eigene Liebesspiel mit einbinden könne. Typisch Deutsch, alles in Protokollen festgehalten.

Der sexuelle Missbrauch in „Kinderläden“ war die eine Seite, die andere war eine Unterwanderung der entstehenden Grünen durch Pädophilennetzwerke. Lange hielt die Partei ihre schützende Hand über diese Verbrecher. Prototypisch dafür war wohl der sexuelle Missbrauch von Jungen in Berlin-Kreuzberg der Grünen-Vorgänger der Alternativen Liste. Jener wurde zumindest in Ansätzen von den heutigen Grünen aufgearbeitet, wobei so manche Zahl nach unten korrigiert und so manches beschönigt wurde. Zumindest wenn man den aufrechteren grünen Aufklärern wie Thomas Birk glaubt, der die Zahl der Opfer auf um die 1.000 taxierte. Davon spricht bei den Grünen heute sonst keiner mehr, ebenso wenig wie von dem Vorwurf einer organisierten Kinderprostitution am Bahnhof Zoo.

Gegen den Aufklärungswillen der Grünen in dieser Angelegenheit, wirkt das deutsche Episkopat geradezu wie masochistische Selbstgeiselungsexperten – angetrieben auch von anti-klerikalen Alt- und Neu-68ern. Mit der Inbrunst moralischer Überzeugung auf andere zu zeigen, statt die Verbrechen im eigenen Laden aufzuarbeiten, war stets der leichtere Weg.

Viel Druck zur Aufklärung gab es ja auch nie. 2013 sorgte Daniel Cohn-Bendit mit seinen Aussagen über frühkindliche Sexualität für ein wenig Aufregung. Hier und da würde über besagte Pädophile in Kreuzberg berichtet. Von einem gesellschaftlichen Druck, oder zumindest einem medialen Druck kann man aber wohl kaum sprechen. Offenbar hängt dies heute nicht davon ab, wer missbraucht und vergewaltig wurde, sondern welcher Gruppierung die Vergewaltiger angehören!

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