Sterben in der westlichen Gesellschaft

Die westliche Gesellschaft gilt als besonders moralisch und ethisch, in Wahrheit scheint das aber nicht einmal für das Sterben zu gelten.

Zehntausende von Jahren starben die meisten Menschen zuhause, selbst vor 50 Jahren war es noch so. Heute ist das alles ein wenig anders. Der Tod ist aus unserer Gesellschaft ausgeklammert worden, ewig jung sein zum neuen Ideal erhoben. Wir verdrängen den Tod, wir schieben ihn soweit wie möglich ins abseits und wenn er doch – und das wird er immer tun – an die Tür klopft, versuchen wir ihn so lange hinauszuzögern wie es nur geht. Wir klammern uns an den letzten Strohhalm, so dünn er auch sein mag.

Zu unserem Leidwesen trifft diese gesellschaftliche Entwicklung auf eine Medizin, die zu einer ökonomischen Dienstleistung verkommen ist. Ärzte mit ethischen Ansprüchen, mit Moral und dem Bedürfnis ihren Patienten zu helfen, sind zu einem unwillkommenen Störfaktor in einer Industrie geworden, in der es schlicht und einfach Geld bringt einen Menschen durch künstliche Beatmung am Leben zu halten, auch wenn keine Hoffnung mehr besteht. Und ist er gestorben, aber niemand hat es gemerkt, wird die Beatmung über seinen Tod hinaus in Rechnung gestellt. Klingt unglaublich? Palliativmediziner Dr. Matthias Thöns ist auch solch ein Fall schon begegnet:

WENN STERBEN ZUM GESCHÄFT WIRD…

Wer Dr. Matthias Thöns bei Markus Lanz verpasst hat, muss sich das Video unbedingt anschauen!Zitat:Hier erzählt der Arzt und Autor des Buches "Patient ohne Verfügung" aus der täglichen Praxis von Krankenhäusern und Ärzten, die einzig und alleine den Profit im Blick haben!Man kann nur jedem raten, der ein Interesse hat sich selbst zu helfen und der seine Verantwortung nicht mehr an industrie-gesteuerte Ärzte abgeben will, sich Möglichkeiten und ein nötiges Wissen über Selbsthilfe-maßnahmen anzueignen. Hier sind einige..

Gepostet von Medizin Heute am Dienstag, 18. Dezember 2018

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