Selbst die Bayernhymne haben sie umgeschrieben

Heute von 100 Jahren rief in München der Sozialist Kurt Eisner den Freistaat Bayern aus. 

Die linke Hälfte meines Twitterstreams feiert heute Kurt Eisner, der am 7. November 1918 in München den Freistaat Bayern ausrief und die Wittelsbacher vom bayerischen Thron stieß. Er führte die USPD an, die sich von den von ihnen als zu lasch empfundenen Sozialdemokraten abgespaltet hatte. Bei den Wahlen im Januar 1919 neigte das Wahlvolk dann aber eben doch in Richtung der SPD, statt der radikalen Abspaltung. Kurt Eisners USPD bekam gerade mal 2,53% der Stimmen. Was den inzwischen als Ministerpräsident regierenden Eisner aber nicht abhielt, an seinem Stuhl zu kleben. Einen Rücktritt lehnte er ab. Rückblickend war das wohl eine dumme Idee, am 21. Februar fiel er einem Attentat zum Opfer.

Seit dem wurde in Bayern viel umgekrempelt, auch wenn es heute vielleicht noch jenes Land ist, das am meisten an seiner alten Herrscherdynastie hängt. Man nannte sich zwar Freistaat, aber im Wesentlichen gingen auch die letzten Reste bayerischer Unabhängigkeit dahin, die König Ludwig II dem alten Fuchs Bismarck noch abgetrotzt hatte. 

Selbst die Bayernhymne hat man umgeschrieben:

  

Heißt es hier schon „deutsche Erde, Vaterland“ hieß es einst „Heimaterde, Vaterland“.

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